Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt „PHOENIX” zielt darauf ab, das Rheinische Revier in eine Vorzeigeregion für nachhaltige industrielle Prozesse zu verwandeln. Es soll Ansätze bieten, um fossile Wertschöpfungsketten durch innovative Power-to-X-Technologien (P2X) zu ersetzen. Damit würde die Grundlage für klimafreundliche Prozesse und zukunftssichere Arbeitsplätze in Schlüsselbranchen wie der Chemie-, Energie- und Anlagenbauindustrie geschaffen und ein nachhaltiger Strukturwandel vorangetrieben werden.

Das Projekt ist nach einem Matrixansatz strukturiert. Auf der Open-Innovation-Technologieentwicklungsplattform werden Niedertemperatur- und Hochtemperatur-Elektrolysetechnologien weiterentwickelt. Im Bereich der Niedertemperatur-Elektrolyse liegt der Fokus auf der Entwicklung und Validierung der CO₂-zu-CO-Elektrolyse sowie der elektrischen Reduktion von CO₂ zu Ameisensäure, gefolgt von der Systementwicklung. Die Forschungsaktivitäten zur Hochtemperatur-Elektrolyse konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung der Festoxid-Zelltechnologie auf Material-, Zell-, Interkonnektor- und Stack-Ebene. Dies wird letztlich zu einem neuen Leichtbau-Stack-Design führen, das den Transfer und die Industrialisierung der entwickelten Stack-Technologie auf Basis von brennstoffelektrodengestützten Zellen zum Ziel hat. Die Technologieeinführung wird durch den Bau und den Betrieb von fünf Demonstrationsanlagen in ausgewählten Power-to-X-Wertschöpfungsketten vorangetrieben. Diese zielen darauf ab, verschiedene Sektoren zu defossilisieren und/oder zu dekarbonisieren. Sie bieten zudem hervorragende Möglichkeiten für den Technologietransfer an regionale Industrien durch direkte Zusammenarbeit und Kopplung mit vor- und nachgelagerten Prozessen. Die Entwicklung der Demonstrationsanlagen geht mit der Digitalisierung von Power-to-X-Wertschöpfungsketten sowie deren dynamischer Potenzialanalyse einher.

Letzte Änderung: 22.06.2026