Institute of Climate and Energy Systems - Jülicher Systemanalyse (ICE-2)
Forschungsschwerpunkt der Jülich Systemanalyse vom Institute of Climate and Energy Systems (ICE-2) am Forschungszentrum Jülich liegt auf der unvoreingenommenen, wissenschaftlichen Untersuchung von Technologien, Technologiepfaden, Wertschöpfungsketten und Markteinführungen für die Transformation zu nachhaltigen Energiesystemen. ICE-2 erforscht und entwickelt innovative Methoden und Werkzeuge für eine ganzheitliche Bewertung neuer Technologien und Kreislaufkonzepte. Um den Erfolg von Transformationspfaden einordnen zu können, werden Methoden für (prospektives) Life Cycle Sustainability Assessment (LCSA) kontinuierlich weiterentwickelt und eingesetzt. Neben der Minimierung von Umweltauswirkungen und Abfallströmen, bei gleichzeitiger Maximierung der Ressourceneffizienz werden auch soziale Auswirkungen und wirtschaftliche Implikationen analysiert. Im Mittelpunkt der bisherigen Arbeit standen insbesondere Wasserstofftechnologien, Power-to-X-Systeme, CO2-Vermeidungs- und -Nutzungstechnologien sowie Strategien zur Verwendung biogener Reststoffe. Adressaten sind neben der Wissenschaft, Entscheidungsträger aus Politik und Industrie sowie weitere gesellschaftliche Akteure.
ICE-2 koordiniert die Technologiebewertung der neuen, branchen- und sektorübergreifenden Power-to-X-Wertschöpfungsketten, die im Rahmen des PHOENIX-Projekts entwickelt werden. Unter Verwendung eines Bottom-up-Lebenszyklusansatzes werden ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen bewertet. Makroökonomische Effekte werden anhand von Input-Output-Modellen untersucht. Die Kombination beider Perspektiven ermöglicht eine umfassende Potenzialanalyse als Grundlage für eine langfristige Strategieplanung auf verschiedenen Systemebenen.

